Pillar Article · Family Office Immobilien-Strategie · ~6'800 Wörter

Family Office × Immobilien Schweiz 2026: Der vollständige Pillar-Guide

Allokations-Strategien (Direct Real Estate vs. RE-Funds vs. REITs), Trust- und Holdingstrukturen, Off-Market-Pipeline-Mechanik, steueroptimierter Generationenwechsel, NextGen-Integration, anonymisierte Real-World-Cases und 2027-Outlook — die Beherzig-Pillar für Schweizer Family Offices und solche, die ihr Vermögen in der Schweiz strukturieren wollen.

Stand: Mai 2026 · Autor: Beherzig Realty AG · Lesezeit: ~30 Minuten · Update-Frequenz: Halbjährlich

Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist ein Family Office? Schweizer Definition
  2. Real-Estate-Allokation: Strategische Ausgangslage
  3. Anlage-Vehikel: Direct vs. RE-Funds vs. REITs vs. Crowdfunding
  4. Trust- und Stiftungsstrukturen
  5. Holdingstrukturen und Real-Estate-Gesellschaften
  6. Off-Market-Pipeline für Family Offices
  7. Generationenwechsel: Steueroptimierter Übertrag
  8. NextGen-Integration: Tradition + Modernität
  9. Internationale Family Offices in der Schweiz
  10. Anonymisierte Real-World-Cases
  11. Häufige Fehler und Fallstricke
  12. FAQ: Häufige Fragen
  13. Outlook 2027

1. Was ist ein Family Office? Schweizer Definition

Ein Family Office ist eine private Verwaltungs-Organisation, die das Gesamtvermögen einer Familie über Generationen koordiniert. In der Schweizer Tradition unterscheiden wir zwischen:

Schweizer Family Offices verwalten geschätzt CHF 800-1'200 Milliarden — die Schweiz gilt als einer der Top-3-Standorte weltweit für Multi-Familien-Vermögen. Genève, Zürich, Zug und Lugano sind die wichtigsten Family-Office-Cluster.

"Real Estate ist für Schweizer Family Offices nicht nur eine Allocation-Komponente — es ist der emotionale Generationen-Anker. Die Familienliegenschaft am Zürichsee oder das Saanenland-Chalet sind oft die längsten Vermögens-Komponenten, die unverändert über 50-100 Jahre gehalten werden."

Real-Estate-Rolle im Family Office

2. Real-Estate-Allokation: Strategische Ausgangslage

Wie viel des Family-Office-Vermögens soll in Real Estate fliessen? Die Antwort hängt von drei Faktoren ab: Generationen-Konstellation, Liquiditäts-Anforderung und Lifestyle-Anker.

Schweizer Family-Office-Benchmarks 2026

Vermögens-KlasseTier 1 (CHF 30-100M)Tier 2 (CHF 100-500M)Tier 3 (CHF 500M+)
Direkte Liegenschaften (CH)15-25%20-30%15-25%
RE-Funds + REITs5-10%8-12%5-10%
Internationale Liegenschaften0-5%5-15%10-20%
Total Real-Estate-Allokation20-35%30-50%30-50%
Aktien (CH + Welt)30-50%25-45%20-40%
Anleihen + Cash10-25%10-20%10-20%
Alternatives (PE, HF, Art)5-15%10-25%15-30%

Faustregeln

Liquiditäts-Reserve-Prinzip

Family Offices benötigen Liquidität für Erbschaftssteuer-Zahlungen, Familien-Auseinandersetzungen und Lifestyle-Volatilität. Faustregel: min. 18 Monate Lifestyle-Aufwand in liquider Form (Cash, Geldmarkt, Anleihen). Das limitiert die maximale Real-Estate-Allokation in der Praxis.

3. Anlage-Vehikel: Direct vs. RE-Funds vs. REITs vs. Crowdfunding

Vier Hauptkategorien zur Real-Estate-Exposure für Schweizer Family Offices:

Direkte Liegenschaft

Direkter Eigentum von Wohnobjekten, Büros, Mehrfamilienhäusern. Höchste Kontrolle, aber höchster Verwaltungsaufwand. Standard für Hauptwohnsitz + Familien-Liegenschaften.

Schweizer RE-Funds (Immobilienfonds)

Helvetica Property Investors, UBS Sima, Credit Suisse REF, Pensimo. Diversifizierte Schweizer Wohn-/Geschäfts-Immobilien. Tägliche Liquidität, aber Marktwert-Volatilität.

REITs (international)

US-REITs, EU-REITs für globale Real-Estate-Diversifikation. Hochliquid (börsengehandelt). Steuerlich unterschiedlich pro Land — DBA-Optimierung kritisch.

Real-Estate-Crowdfunding

Crowdhouse, Foxstone für Co-Ownership Schweizer Liegenschaften. Niedrige Eintritts-Schwelle, aber begrenzte Kontrolle. Für Family Offices selten Hauptkanal.

Vergleich der Vehikel

KriteriumDirectRE-Funds CHREITs intl.Crowdfunding
Eintritts-SchwelleCHF 5-100MCHF 50k+USD 1k+CHF 25k+
LiquiditätNiedrig (6-18 Mo. Verkauf)Hoch (täglich)Sehr hoch (Sek.)Niedrig
VerwaltungsaufwandHochNiedrigSehr niedrigNiedrig
KontrolleVollständigKeineKeineSehr begrenzt
Bruttorendite typisch3-5% (Premium-Wohn)3-4%4-6%4-6%
Steuer-OptimierungHoch (Hypothek, Eigenmietwert)MittelNiedrig (Quellensteuern)Niedrig
GenerationenwechselKomplex (GGS, Erbschaft)Einfach (Wertschriften-Übergang)EinfachMittel
Family-Office-FitAnker-AssetDiversifikations-ToolLiquiditäts-ReserveSelten

Strategische Empfehlung Beherzig

Für ein Family Office mit CHF 100-500M empfehlen wir typischerweise:

Total: ~25-35% Real-Estate-Allokation mit klarer Strategie pro Vehikel.

4. Trust- und Stiftungsstrukturen

Family Offices nutzen Trust- und Stiftungs-Strukturen zur Vermögensbündelung über Generationen, Erbschaftssteuer-Optimierung und Pflichtteils-Strukturierung. Drei Hauptvarianten:

4.1 Liechtensteinische Stiftung

Die Liechtensteinische Stiftung ist das flexibelste Vehikel für Mehrgenerationen-Strukturierung. Vorteile:

Nachteile:

4.2 Schweizer Familienstiftung

Die Schweizer Familienstiftung ist regulatorisch klarer aber restriktiver:

Schweizer Familienstiftung ist sinnvoll bei klar nationalen Familien-Vermögen mit konservativer Strukturierungs-Anforderung.

4.3 Trust (Anglo-American)

UK-Trusts oder Cayman-Trusts werden von Schweizer Steuerverwaltung nicht uniform anerkannt. Bundes-/Kantons-Praxis variiert. Pre-Ruling kritisch.

Für Schweiz-zentrierte Family Offices typisch nicht erste Wahl. Eher relevant bei internationalen Family Offices mit US-/UK-Beneficiaries.

Wichtig: Stiftungs-/Trust-Strukturen sind komplex und steuerrechtlich heikel. Beherzig empfiehlt zwingend die Beratung durch spezialisierte Steueranwälte (Lindemann Law, Bär & Karrer, Pestalozzi, Walder Wyss). Pre-Ruling vor Strukturierung ist Best Practice.

4.4 Vergleichs-Übersicht

KriteriumLiechtenstein-StiftungCH-FamilienstiftungUK-Trust
FlexibilitätSehr hochMittelHoch
PrivatsphäreHochMittelNiedrig (UK-Register)
Schweizer AnerkennungMit Pre-RulingHochVariabel
Pflichtteils-SchutzTeilweiseNeinVariabel
Setup-KostenCHF 50-150kCHF 20-50kUSD 50-200k
Jährliche KostenCHF 30-80kCHF 10-30kUSD 30-100k
Family-Office-FitKomplexe Mehrgenerationen-VermögenKlar nationalInternationale Familien

5. Holdingstrukturen und Real-Estate-Gesellschaften

Während Stiftungen die Vermögens-Bündelung über Generationen lösen, organisieren Holdings die laufende Verwaltung der Real-Estate-Komponenten. Schweizer Family Offices nutzen typisch:

5.1 Dachholding mit Real-Estate-Subholding

Die Dachholding hält das Gesamt-Vermögen (Aktien, RE, PE etc.). Eine Real-Estate-Subholding bündelt die direkten Liegenschaften. Vorteile:

Steuerlich: Schweizer Holding-Privileg gilt nicht für direkte Real-Estate-Erträge. Mietzinsen werden ordentlich besteuert. Beteiligungs-Erträge (Tochter-Holdings) profitieren vom Holding-Privileg.

5.2 Real-Estate-Aktiengesellschaft (Real-Estate-AG)

Eine Schweizer AG hält ausschliesslich Liegenschaften. Vorteile:

Nachteile:

Real-Estate-AG ist sinnvoll bei Renditeliegenschaften, weniger bei Hauptwohnsitz.

5.3 Genossenschaft (selten)

Schweizer Spezialform: Genossenschaft als Eigentümerin. Selten für Family Offices, eher bei traditionellen Wohnbau-Genossenschaften.

6. Off-Market-Pipeline für Family Offices

Family Offices sind die primäre Zielgruppe der Off-Market-Vermittlung. Diskretion, Privatsphäre und Frühzugriff auf Top-Lagen sind oft wichtiger als Preisoptimierung.

Beherzig-Off-Market-Mechanik

Beherzig-Off-Market-Pipeline für Family Offices

1
Pre-Qualifikation

Family Office unterzeichnet NDA mit Beherzig. Vermögens-Verifikation (Bank-Bestätigung, Treuhänder-Bestätigung). Beherzig dokumentiert Persona-Profil + Suchkriterien.

2
Pool-Aufnahme

Family Office wird in Beherzig Confidential Pool aufgenommen. Erhalten Off-Market-Newsletter (closed) mit anonymisierten Listings vor öffentlicher Vermittlung.

3
Match-Engine

Beherzig matched Suchprofil mit Off-Market-Inventar. Bei Match: detaillierte Dossier-Übergabe mit Foto, Daten, Preis-Range, Verkäufer-Hintergrund (anonymisiert).

4
Diskrete Besichtigung

Beherzig organisiert private Besichtigung — typisch werktags zur ungesehenen Stunde, ohne Markenkommunikation. Käufer bringt nicht mehr als 2 Begleitpersonen mit (Anwalt, Architekt).

5
Verhandlung & Abschluss

Beherzig moderiert Preisverhandlung. Off-Market-Aufschlag akzeptiert (Beherzig Off-Market Premium Index 2026: +18.5%). Vertrag wird durch Beherzig-Anwalts-Netzwerk strukturiert.

6
Post-Sale-Service

Family Office bleibt im Beherzig Confidential Pool. Erhält weiterhin Off-Market-Listings für zukünftige Allokationen. Mehrfach-Klienten-Beziehung über mehrere Liegenschaften und Generationen.

Off-Market-Vorteile für Family Offices

7. Generationenwechsel: Steueroptimierter Übertrag

Schweizer Family Offices stehen 2026-2032 in einer massiven Generationenwechsel-Welle. Schätzung: 35-40% der Schweizer Premium-Liegenschaften werden in dieser Periode zwischen Generationen übertragen. Die steueroptimierte Strukturierung ist daher zentral.

7.1 Erbvorbezug zu Lebzeiten

Statt Übertrag erst im Erbfall: Schenkung zu Lebzeiten an erbberechtigte Nachkommen. Vorteile:

7.2 Nutzniessung-Konstrukt

Patriarch behält Nutzniessung (lebenslanges Wohnrecht + Mietzins-Recht), Eigentum geht an NextGen. Steuerlich:

7.3 Liechtensteinische Stiftung als Eigentümerin

Liegenschaft im Eigentum der Familienstiftung. Familien-Mitglieder als Beneficiary:

7.4 Aufteilung in mehrere Liegenschaften

Statt einer Familienliegenschaft: mehrere kleinere Liegenschaften pro Erbe. Vorteile:

7.5 Praktische Empfehlungen

8. NextGen-Integration: Tradition + Modernität

Modernes Family Office balanciert die Patriarchen-Tradition mit den Anforderungen der NextGen. Sophia G.-Persona (NextGen Inheritor, 30-45, ESG-orientiert) repräsentiert den Wandel.

NextGen-Anforderungen 2026

Beherzig-NextGen-Integration-Workshop

Beherzig führt strukturierte NextGen-Integration-Workshops für Family Offices durch:

Beherzig NextGen-Integration in 4 Modulen

1
Module 1: Family-Office-Verständnis

NextGen lernt die Geschichte des Family-Office, die Patriarchen-Vision, die Vermögens-Dynamik. Patriarch + Steuerberater + Beherzig leiten gemeinsam.

2
Module 2: Real-Estate-Strategie

NextGen erhält Einblick in Allocation, Vehikel, Off-Market-Pipeline. Eigene Persona-Quiz-Auswertung. Diskussion eigene Lifestyle-Bedürfnisse.

3
Module 3: ESG & Innovation

ESG-konforme Real-Estate-Optionen, AI-Tools, Tech-Bewertungs-Methoden. NextGen entwickelt eigene ESG-Allocations-Sub-Strategie.

4
Module 4: Erste Investment-Entscheidung

NextGen erhält ein definiertes Sub-Budget (z.B. CHF 5-15M) für eigene Allocations-Wahl. Beherzig begleitet die erste Off-Market-Vermittlung als Mentor.

9. Internationale Family Offices in der Schweiz

Die Schweiz attrahiert zunehmend internationale Family Offices als Wohnsitz-Standort + Vermögens-Verwaltung-Hub. Drei dominante Migrations-Profile 2026:

9.1 UK-Brexit-Familien

Brexit-Folgen + UK-Tax-Reform 2025 (Non-Dom-Abschaffung) treiben Migration. Bevorzugte Schweizer Standorte:

Pauschalbesteuerung als Standard-Strategie.

9.2 MENA-Familien

Geopolitische Unsicherheit und Vermögens-Sicherheit treibt Migration aus VAE, Saudi-Arabien, Libanon, Türkei. Bevorzugte Standorte:

9.3 Asian Family Offices (Hong Kong, Singapur, China)

Hong-Kong-Politik + Asian Wealth Generation treibt Migration. Bevorzugte Standorte:

Internationale Family-Office-Setup-Schritte

  1. Pre-Migrations-Beratung: Steueranwalt + Beherzig + Bank-Beziehung 12-24 Monate vor Wohnsitzwechsel
  2. Pre-Ruling Pauschalbesteuerung: mit gewähltem Kanton
  3. Lex-Koller-Bewilligung: für Drittstaaten-Liegenschaftserwerb
  4. Aufenthaltsbewilligung B: via finanzielle Selbständigkeit
  5. Off-Market-Vermittlung: primäre Liegenschaft (Hauptwohnsitz)
  6. Schul-Anmeldung: Le Rosey, Ecolint, Le Régent, Lyceum Alpinum
  7. Banken-Beziehung: UBS, Credit Suisse/UBS-integriert, Privatbanken
  8. Vermögens-Strukturierung: Stiftungs-/Holdings-Setup mit Schweizer Steuer-Nexus

10. Anonymisierte Real-World-Cases

Case 1 · Family-Office-Patriarch CH

Andreas L. — Goldküste-Schweizer Family Office, Generationenwechsel

Profil: 62 Jahre, Schweizer Industrieller, Vermögen CHF 80M, drei Erwachsene Kinder (35, 32, 29)

Ausgangslage: Pensionierung in 5 Jahren geplant. Familien-Liegenschaften: Hauptwohnsitz Zollikon CHF 12M, Familienchalet Saanenland CHF 8M, Renditehaus Zug CHF 4M. Patriarch will klare Generationenwechsel-Struktur.

Beherzig-Mandat (im Konzert mit Pestalozzi-Anwälten):

Ergebnis: Klar strukturierter Generationenwechsel. Erbschaftssteuer-Belastung minimiert (ZH 0% für direkte Nachkommen). Familien-Konflikt-Risiko durch Strukturierungs-Klarheit reduziert. Beherzig-Mandat kontinuierlich für Off-Market-Vermittlungen + NextGen-Beratung.

Case 2 · International Family-Office

Wei Z. — Asian Family Office, Wohnsitz-Wechsel HK → Zürich

Profil: 53 Jahre, Hong-Kong-Geschäftsfrau, Vermögen CHF 120M, drei Kinder (12, 16, 18)

Ausgangslage: Hong-Kong-Politik treibt Familien-Migrations-Wunsch. Familie sucht Schweizer Wohnsitz mit Englisch-/Mandarin-Service, Banken-Anbindung Asien, internationale Schulen.

Beherzig-Mandat (mit Lindemann Law + UBS Private Banking):

Ergebnis: Family Office voll-integriert in Schweizer Wohnsitz nach 14 Monaten. Initial-Investment Real Estate CHF 22M, Schweizer Banken-Beziehung etabliert, Schulen für alle drei Kinder geregelt. Beherzig im Confidential-Pool für laufende Vermögens-Allokation.

Case 3 · NextGen-Inheritor

Sophia G. — NextGen-Inheritor mit ESG-Fokus

Profil: 34 Jahre, Schweizer NextGen, Erbe CHF 40M (4 Liegenschaften), Tech-Background

Ausgangslage: Sophias Vater verstarb 2024 unerwartet. Geerbte Liegenschaften: 2 Mehrfamilienhäuser Zürich (CHF 18M), Familienhaus Hottingen (CHF 12M), Skiapartment Davos (CHF 5M), Renditeliegenschaft Genève (CHF 5M). Sophia will Strategie-Restrukturierung.

Beherzig-Mandat (mit Treuhand Suisse + AI-Property-Tools):

Ergebnis: Sophia hat klar strukturierte ESG-orientierte Real-Estate-Allokation. Initial CHF 40M reduziert auf CHF 36M Real-Estate (Sanierungs-Investment + Liquiditäts-Reserve). Erste eigene Investment-Entscheidung dokumentiert. Beherzig-NextGen-Integration-Workshop abgeschlossen.

11. Häufige Fehler und Fallstricke

Fehler 1: Real-Estate-Übergewichtung im Family Office

Family Offices mit >40% Real-Estate-Allokation haben Liquiditäts-Risiken. Bei Erbschaftssteuer-Pflicht oder Familien-Auseinandersetzungen kann die Liegenschafts-Klumpung Probleme bereiten.

Fehler 2: Stiftung ohne Pre-Ruling

Liechtensteinische Stiftungen ohne Pre-Ruling der Schweizer Steuerverwaltung können als Sham-Trust durchgegriffen werden. Folge: Stiftung-Vermögen wird dem Patriarchen zugerechnet, alle Steuer-Vorteile entfallen.

Fehler 3: Nutzniessung-Gestaltung ohne Pflichtteils-Klärung

Nutzniessung kann Pflichtteile verletzen (insbes. wenn ein Kind ausgeschlossen wird). Pestalozzi/Bär & Karrer empfehlen erbrechtliche Pflichtteils-Berechnung VOR Strukturierung.

Fehler 4: Geographische Konzentration

Family Office mit ausschliesslich Goldküsten-Liegenschaften (oder ausschliesslich Saanenland-Chalets) ist regional-konzentriert. Geographische Diversifikation (Goldküste + Engadin + Tessin + International) reduziert Klumpenrisiken.

Fehler 5: NextGen-Auseinandersetzung verpasst

Patriarch trifft Real-Estate-Entscheidungen ohne NextGen-Einbindung. Bei Generationenwechsel: Konflikte (Verkauf vs. Behalten?), suboptimale Strukturen, Familien-Streit.

Fehler 6: Off-Market ohne Pre-Qualifikation

Family Office tritt zu Off-Market-Beratungen ohne klare Suchkriterien auf. Folge: keine relevanten Listings, Beziehungs-Verlust mit Vermittler.

Fehler 7: Internationale Steuer-Risiken ignoriert

Internationale Family Offices mit Schweizer Liegenschaften müssen DBA-Implications klären. Beispiel: deutscher Erbe einer Schweizer Liegenschaft kann zwei Erbschaftssteuer-Anrechnungen unterliegen.

Fehler 8: ESG-Sanierungs-Aufwand unterschätzt

NextGen will ESG-konforme Liegenschaften, aber Sanierungs-Aufwand bei Bestandsobjekten oft 8-15% des Verkehrswertes. Wirtschaftliche Vertretbarkeit pro Liegenschaft prüfen.

12. FAQ: Häufige Fragen

Wie unterscheidet sich Schweizer Family-Office-Real-Estate von international?
Schweiz fokussiert stärker auf direktes Eigentum + Generations-Anker. US-Family-Offices haben höhere RE-Funds-/REITs-Anteile. UK-Family-Offices haben oft Trust-strukturierte Erblasser.
Welche Schweizer Banken sind Top für Family-Office-Real-Estate?
UBS Wealth (umfassendste Family-Office-Services), Credit Suisse/UBS-integriert, Privatbanken (Pictet, Lombard Odier, Julius Bär), Vontobel. Privatbank-Wahl hängt von Persönlichkeit und Geographic-Fokus ab.
Wie hoch ist die Erbschaftssteuer-Belastung bei Schweizer Real-Estate für direkte Nachkommen?
In den meisten Kantonen 0% (ZH, ZG, SZ, OW, NW, GR, TI, GL, AG, AR, AI, FR, SG, TG, BS bis 6%). Höchste Sätze bei Vaud (7%), Neuchâtel (3%), Genève (4%), Solothurn (5%), Basel-Land (5%), Jura (7%).
Wie sind die Beherzig-Mandate strukturiert?
Drei Hauptmodelle: (1) Off-Market-Vermittlungs-Mandat (transaktionsbasiert), (2) Confidential-Pool-Mitgliedschaft (jährlich), (3) Beratungs-Mandat (Honorar-basiert für Strukturierung). Family-Offices nutzen typisch alle drei.
Beherzig oder grosse Makler-Franchise?
Beherzig fokussiert auf Off-Market + HNWI/Family-Office + Schweiz-Tiefe. Grosse Franchises (Engel & Völkers, Sotheby's) bieten breitere geographische Abdeckung, aber weniger Family-Office-Spezialisierung. Family Offices nutzen oft beide.
Welche Schul-Optionen gibt es für internationale Family Offices?
Le Rosey (CH-Internat, Saanenland-Wintercampus), Institut Le Rosey, Ecolint Genève, Institut International de Lancy, Le Régent International School Crans-Montana, Lyceum Alpinum Zuoz, John F. Kennedy School Saanen, Zurich International School (ZIS), American School in Switzerland (TASIS).
Wie aufwändig ist die Strukturierungs-Beratung?
Initial-Strukturierung mit Stiftung + Holding + Real-Estate-Allokation: typisch CHF 80-200k an Anwalts-/Treuhand-Kosten + 4-8 Monate Beratungs-Phase. Laufender Aufwand: CHF 30-100k/Jahr für Pre-Ruling-Updates, Strukturierung-Anpassungen, NextGen-Mentoring.
Wann ist ein Family Office "zu klein" für eigene Strukturierung?
Unter CHF 30M ist Stiftungs-/Holdings-Strukturierung selten wirtschaftlich. Bei CHF 30-100M: Stiftung + Holding bei klar abgrenzbaren Vermögens-Komponenten. Ab CHF 100M: oft Standard.

13. Outlook 2027

Beherzig erwartet für 2027 folgende Entwicklungen rund um Family-Office-Real-Estate Schweiz:

  1. Beschleunigte Generationenwechsel-Welle: 2027-2032 wird ~35-40% der Schweizer Premium-Liegenschaften zwischen Generationen übertragen. Off-Market-Vermittlung wird zur Norm für strukturierte Übergänge.
  2. NextGen-aktivierte ESG-Sanierungs-Welle: NextGen-Inheritors werden zunehmend ESG-konforme Sanierungen anstossen. Schätzung: CHF 5-10 Mrd. Investment in Premium-Bestand-Sanierung 2027-2030.
  3. Internationale Migration verstärkt: UK Non-Dom-Folgen + US-Tax-Reform + MENA-Geopolitik treiben Familien-Migration. Schweizer Premium-Standorte gewinnen 1'000-2'000 internationale Family Offices netto.
  4. Real-Estate-Tech beschleunigt: AI-Bewertungs-Tools, Blockchain-Strukturierung, Tokenisierung von Real-Estate-Anteilen werden 2027-2028 mainstream-fähig. Family Offices als frühe Adopters.
  5. Liechtensteinische Stiftungen wachsen: Komplexere Mehrgenerationen-Strukturen treiben Liechtenstein-Stiftung-Setup. Schätzung: +20-30% mehr Schweizer Family Offices mit Liechtenstein-Stiftung 2027.
  6. Beherzig-Confidential-Pool wächst: Beherzig schätzt ~150-200 aktive Family-Office-Mitglieder im Pool 2027 (vs. ~80-100 heute). Off-Market-Inventar entsprechend ausgebaut.

Family-Office-Beratung — vertraulich und persönlich

Beherzig Real Estate vermittelt zwischen Vermögens-Strukturierung, Off-Market-Pipeline und NextGen-Integration für Family Offices in der Schweiz und international. Diskret, persönlich und mit echter Schweizer Sorgfalt.

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